kunstler.jpg

DER MALER:

„Mit meiner Kunst symbolisiere ich die Schönheit und Reinheit der Natur und des Lebens.
Es ist Kunst für diejenigen, die in der Einfachheit das Glücklichsein erkennen können,
und mit positiven Gefühlen die kleinen Wunder der Welt neu entdecken wollen."

Jochen Maiwald wurde 1953 in Niedersachsen geboren, und seit 1989 lebt und arbeitet er ständig in Spanien.
Wer versucht die Malerei Maiwald‘s in eine einzige Stilrichtung zu klassifizieren, wird sich bald der Unmöglichkeit dieser Unternehmung
bewusst. Gerade der Umgang mit den verschiedensten Stilen der klassichen Moderne, und deren koplementären Richtungen vereint Jochen
Maiwald formal in überzeugender Weise. Die Schlichte und Bescheidenheit der Formen, die auf scheinbar spielerische Art vor dem Auge des
Betrachters entsteht, enfaltet in Form- und Farbgebung eine faszinierende Welt. Das Symbol des Fisches, der Assoziation zum Wasser, dem
Element des Lebens hervorruft aber auch als urchtistliches Bild bekannt ist, taucht immer wieder in unterschiedlichen Formen auf.
(Phillip Maiwald, Spain 1999)


JOCHEN MAIWALD. OHNE WORTE ALLES SAGEN.

Sie werden sicherlich denken, Sie haben sich in der Tür geirrt und sind versehentlich bei Gandalf im Maiwald des Herrn der Ringe gelandet. Aber nein. Es ist tatsächlich Jochen Maiwald, dem sie da begegnet sind. Weißer Bart und stahlblaue Augen. Ja, hier sind Sie richtig. 

Nun. Erwarten Sie nicht viele Worte. Betreten Sie die Ausstellung und lassen Sie die Bilder für sich und zu Ihnen sprechen. Wie es schon Herman Hesse sagte: „Alle Bücher dieser Welt, bringen Dir kein Glück, aber sie weisen Dich insgeheim, in Dich selbst zurück.“ Ein bisschen so ist es auch mit Maiwalds Bildern. 

Ein Paar aufmerksame Augen werden Sie begrüßen. Ein kurzer Blick. Wahrscheinlich kein Lächeln um den Mund. Aber die Augen! Sie sind so blau, so hell und fröhlich, wie ein Bach in einem Frühlingswald. Diese Augen werden Sie fröhlich anlächeln, ohne dass der Mund sich rührt. Maiwalds Werk ist wunderbar, wie der ganze Mann es ist. Aber seine Ausstrahlung zeugt von Bescheidenheit und Güte. Alles mit Maß. Mit Bescheidenheit und Respekt. Respekt vor der Schöpfung, und Respekt vor Dir und mir. 

Seine Bilder hängen überall auf der Welt in trauten Familienheimen und in Single Wohnungen, in Schlafzimmern, Kinderzimmern und Küchen. Sie beseelen Arztpraxen, Architektenbüros, und Yogastudios. Viele Ausstellungen gab es schon mit Maiwalds Bildern, zuletzt auch eine große Ausstellung im Rathaus von Santanyí. All das ist aus schönen weisen Händen entstanden, eben jene Hände, die jetzt auf das Innere der Galerie deuten und Sie dazu einladen, einzutreten. 

Streifen sie durch die Galerie. Da ist alles, was Sie brauchen. 
Gelegentlich finden Sie neben den Bildern auch einen Text. Da geht’s ums Leben, ums Anders-sein, ums sich trauen, und vor allem darum, zu lieben. Das sind Worte, die Maiwald mit uns teilt. Diese Worte sind teils aus harten Momenten der Probe entstanden. 
Sie einmal auszusprechen, reicht. Und es ist genug für alle da.  

Stille 

Still wird es sein in der Galerie. Aber diese Stille ist kein Stillstand, sondern eine wohltuende Ruhe in der das Leben kraftvoll fröhlich pulsiert. Ein Gang durch die Galerie ist wie ein belebender Gang durch die Natur an einem Frühlingstag. Maiwalds Galerie schenkt Ihnen einen Moment des Durchatmens, der Regeneration, und des Kraft Sammelns. Maiwalds Bilder zeugen von einem Leben, das gewagt wurde, und das täglich aufs Neue gewagt wird. Sie zeugen von einem Mann, der sich traut zu leben, und zwar nicht ein Leben, wie es im Buche steht, sondern eben jenes Leben, was im Herzen steht. Frei und treu keiner sozialen Norm und Konvention, treu einzig und allein dem Menschsein und dem eigenen authentischen Ich. 
(von Julia F Christensen, April 2018)


WENN EIN MENSCH ZUM FISCH WIRD.

Betrachten wir mit Geduld die Bilder des im Sternbild des Wassermann geborenen Künstlers Jochen Maiwald,
so fällt uns zuerst seine unübersehbare Affinität zum Nassen auf. Überall Fische! Bilder des Wassers, Bilder von Wasseroberflächen,
von Farben und Formen. Aber vor allem von Tiefen und Untiefen der Meere, haben die Menschen immer auch an die Tiefe der menschlichen Seele denken lassen.
In diesen seelischen Tiefen leben mindestens ebenso viele seltsame Geschöpfe wie in den Meeren der Welt: Von schillernden Schönheiten bis
zu scheusslichen Untieren. Das Bild des Fisches zeigt bei Jochen Maiwald auch eine individuelle und eine gesellschaftliche Dimension auf:
Als Menschen stehen wir ja beinahe immer zwischen zwei Welten, in denen es gilt, das Gleichgewicht zu halten: Als Ich grenzen wir uns ab.
Als Gruppe oder Schwarm formiert, geniessen wir den Schutz und die Hilfe der Anderen.
Der ausgeglichene Umgang mit diesem Wechsel kennzeichnet dabei oftmals, welche Art von seelischen “Ungeheuern” in unseren Tiefen leben.
Es ist wichtig sich Zeit für sich selbst zu nehmen aber auch sich zu integrieren und mit Menschen umgehen zu können.
Maiwald will mit seinen Bildern zum Denken anregen; er gibt in jedem Fall einen positiven Einblick in das Leben des Ozeans, der menschlichen
Psyche - allerdings nicht ohne dabei auf Humor zu verzichten.
(Phillip Maiwald, 2008)